Aktueller Rundbrief: Ausgabe 2 – Februar 2021

Hier steht Ihnen der monatliche Rundbrief der BTK-Geschäftsstelle mit Aktuellem rund um die Bundestierärztekammer und den tierärztlichen Beruf zur Verfügung.

29. DEUTSCHER TIERÄRZTETAG IN BERLIN - VERSCHOBEN AUF 2022

Aufgrund der unkalkulierbaren Situation in Bezug auf die Corona-Pandemie wird der ursprünglich für den 16./17.09.2021 geplante 29. Deutsche Tierärztetag auf das Jahr 2022 verschoben. Der genaue Termin wird noch bekannt gegeben.

ÜBERSETZUNG FVE-POSITIONSPAPIER ZU TIERGESUNDHEITSBESUCHEN

Im Januar-Rundbrief haben wir auf das Positionspapier des europäischen Tierärzteverbands FVE (Federation of Veterinarians of Europe) zu Tiergesundheitsbesuchen hingewiesen. Um unseren Mitgliedern die Nutzung zu erleichtern, haben wir eine deutsche Übersetzung anfertigen lassen.

FVE-Positionspapier (deutsch)

KONTROLLMAßNAHMEN FÜR ASP – EFSA-GUTACHTEN

Mit der Erstellung und Aktualisierung der Kategorie A der Verordnung (EU) 2016/429 über übertragbare Tierseuchen („Tiergesundheitsgesetz") erhielt die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) von der Europäischen Kommission das Mandat, die Wirksamkeit einiger Kontrollmaßnahmen gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP) zu bewerten. Die EFSA und dessen Expertengremium für Tiergesundheit und Tierschutz (Panel on Animal Health and Welfare – AHAW) prüften hinsichtlich der ASP die Wirksamkeit der klinischen und Laborprobenverfahren, des Überwachungszeitraums, des Mindestschutzbereichs und der Überwachungszone sowie der Mindestdauer der Anwendung.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass mehrere Testmethoden, wie im Diagnosehandbuch für ASP beschrieben, als unwirksam bewertet und vorgeschlagen wird, diese auszuschließen bzw. durch wirksamere Verfahren zu ersetzen. Der Überwachungszeitraum wird für mehrere Szenarien als nicht wirksam bewertet und es wird ein längerer Überwachungszeitraum vorgeschlagen, um die Entdeckung potenziell infizierter Herden zu gewährleisten. Nachgewiesen wurde, dass 95 Prozent der Infektionen eines betroffenen Bereiches innerhalb der Überwachungszone auftreten, daher wird die Einrichtung von Überwachungszonen als effektive Maßnahme eingestuft.

Wissenschaftliches Gutachten (EFSA Journal, Erstveröffentlichung 31.01.2021)

EMA VERABSCHIEDET NEUE STRATEGIE FÜR ANTIMIKROBIELLE WIRKSTOFFE 2021–2025

Der Ausschuss für Tierarzneimittel der Europäischen Arzneimittel-Agentur (CVMP) hat seine Strategie für antimikrobielle Wirkstoffe für den Zeitraum 2021 bis 2025 verabschiedet. In dieser Strategie werden die Tätigkeiten des Ausschusses im Bereich antimikrobielle Wirkstoffe in den nächsten fünf Jahren festgelegt, wobei der Schwerpunkt auf der Unterstützung der wirksamen Umsetzung der neuen Verordnung über Tierarzneimittel (EU) 2019/6 und des EU-Aktionsplans „One-Health-Ansatz gegen Antibiotikaresistenzen" liegen wird. Die vorgeschlagenen Maßnahmen betreffen den verantwortungsvollen Einsatz von antimikrobiellen Wirkstoffen in der Veterinärmedizin, den Schutz der Gesundheit von Mensch und Tier vor dem Risiko von Antibiotikaresistenzen und die Unterstützung der Entwicklung neuer antimikrobieller Wirkstoffe und ihrer Alternativen. Viele der Anmerkungen, die die Federation of Veterinarians of Europe (FVE), in den Entwurf eingebracht hatte, wie z. B. die Forderung, den Tierschutz besser zu berücksichtigen, die Rolle der EU-Produktdatenbank und die Farm-to-Fork-Strategie, wurden berücksichtigt.

Übersicht der eingegangenen Kommentare zur CVMP-Strategie
CVMP-Strategie

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UMFRAGE ZU DEN WICHTIGSTEN MANAGEMENTMERKMALEN DEUTSCHER KLEINTIERPRAXEN

„Die Tierärzteschaft erfährt derzeit einen großen Wandel. Ausländische Investoren, ein Generationenwechsel, die Digitalisierung und immer wieder der größte Streitpunkt, die GOT, um nur einige Punkte zu nennen." In seinem PhD-Studium „Management and Organizational Behaviour" sowie seiner Dissertation zum Thema „Vergleich der wichtigsten Managementmerkmale deutscher Kleintiertierpraxen" beschäftigt sich Erik Diez mit dem Praxismanagement und Marketing von Kleintierpraxen und -kliniken in Deutschland. Für seine Dissertation bittet er die Tierärzteschaft nun durch Teilnahme an einer Umfrage um Unterstützung.

Wichtiges zur Umfrage:
• Für Leitende Tierärzte und Praxismanager
• Dauer max. 25 min
• Anonyme Datensammlung
• Ergebnisse basieren auf den zusammengefassten Daten

Ziel der Studie ist es, die wichtigsten Managementparameter, Markttrends und Merkmale des Ma-nagements und Marketings von deutschen Kleintiertierpraxen und -kliniken zu identifizieren.

Den Link sowie den QR-Code zur Umfrage finden Sie hier:
https://de.surveymonkey.com/r/vetmanagement1
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AUFRUF ZUR MITARBEIT IN DEN BFR-KOMMISSIONEN

Die BfR-Kommissionen beraten das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) als wissenschaftliche Expertengremien transparent und unabhängig in den Bereichen Lebens- und Futtermittel-, Chemikalien- und Produktsicherheit sowie Risikoforschung und -wahrnehmung. Die Beratungsergebnisse der Kommissionsarbeit haben allein empfehlenden Charakter. Die BfR-Kommissionen erstellen keine eigenen Risikobewertungen und wirken nicht an den Risikobewertungen des BfR mit. Informationen zur Arbeit der BfR-Kommissionen finden Sie unter: www.bfr.bund.de/de/bfr_kommissionen-311.html

Die insgesamt 13 BfR-Kommissionen werden jetzt für den Zeitraum vom 01.01.2022 bis 31.12.2025 neu berufen. Eine Ausschreibung zur Neuberufung der Bf3R-Kommission erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt.

Interessierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler können sich bis 31.03.2021 für die folgenden BfR-Kommissionen bewerben:

• Bedarfsgegenstände
• Bewertung von Vergiftungen
• Biologische Gefahren und Hygiene
• Ernährung, diätetische Produkte, neuartige Lebensmittel und Allergien
• Evidenzbasierte Methoden in der Risikobewertung
• Futtermittel und Tierernährung
• Genetisch veränderte Lebens- und Futtermittel
• Kontaminanten in der Lebensmittelkette
• Kosmetische Mittel
• Pflanzenschutzmittel und Biozidprodukte
• Risikoforschung und Risikowahrnehmung
• Wein- und Fruchtsaftanalysen

Für Rückfragen können sich Interessenten jederzeit per Mail an bfr-kommissionen@bfr.bund.de wenden.

Der Aufruf mit weiterführenden Informationen sowie einem direkten Zugriff auf das Bewerbungsportal ist über die Webseite des BfR erreichbar:
www.bfr.bund.de/de/aufruf_zur_interessenbekundung.html

PANDEMIEBEDINGT STEIGENDE HAUSTIERZAHLEN

Deutschlandweit haben die erforderlichen Maßnahmen der Kontaktbeschränkungen zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie dazu geführt, dass mehr Haustiere gehalten werden. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) weist darauf hin, dass sich die Tierhalter ihrer großen Verantwortung für die Tiere bewusst sein sollten.

Nach den „Hamsterkäufen" vor einem Jahr beobachtet der Tierhandel nun eine verstärkte Nachfrage nach Haustieren. Die Tierärztin Dr. Svenja Esther Sander vom BVL (Expertin für Tierarzneimittel), weist darauf hin, dass Tierhaltung auch die medizinische Versorgung der Tiere einschließt. Dazu gehört bei Hund und Katze, dass sie regelmäßig geimpft, entwurmt und klinisch untersucht werden. Aber nicht nur neue Hunde- und Katzen sollten dem Tierarzt vorgestellt werden. Medizinische Betreuung verlangen selbstverständlich auch alle anderen Haustiere mit Anzeichen einer Erkrankung, betont die Tierärztin vom BVL. Tierärzte in Deutschland gehören zu den systemrelevanten Berufen und sind auch jetzt für Halter und Haustiere da.

Selbstverständlich nimmt das BVL auch in Pandemiezeiten Meldungen zu unerwünschten Arzneimittelwirkungen entgegen und analysiert diese, um die hohe Sicherheit von Tierarzneimitteln zu gewährleisten.

BVL-Pressemitteilung (18.02.2021)
• Bildquelle: © Marcus Gloger/BVL

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BESITZER VON TIERSCHUTZHUNDEN AUS DEM AUSLAND GESUCHT!

Mit einer Doktorarbeit an der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) werden Lebensbedingungen und Verhaltensweisen von Tierschutzhunden untersucht, die aus dem Ausland nach Deutschland geholt wurden. Ziel ist es, sowohl quantitativ als auch qualitativ die derzeitige Situation solcher Hunde in unserer Gesellschaft zu erfassen. Außerdem soll die Arbeit der Tierschutzvereine unter tierschutzrechtlichen Gesichtspunkten evaluiert werden.

Hierzu läuft aktuell eine anonyme Online-Befragung von Hundehaltern. Es kann jeder teilnehmen, der mit einem Hund aus dem Auslandstierschutz zusammenlebt. Das Ausfüllen der Umfrage dauert ca. 30 Minuten.

Den Zugang zur Umfrage finden Sie unter nebenstehendem QR-Code oder folgendem Link:
https://surveys.hrz.uni-giessen.de/limesurvey/index.php/858138?lang=de

Infomaterial (Aushang, Erinnerungskarten im Visitenkartenformat) kann angefordert werden unter:
auslandshunde@gmail.com.

Kontakt:
Tierärztin Jessica Graf
AG Tierverhaltenstherapie, Fachbereich Veterinärmedizin, JLU
auslandshunde@gmail.com

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Inhalte Deutsches Tierärzteblatt März 2021

 

Illegaler Heimtierhandel

Der illegale Handel mit Heimtieren bleibt ein Problem. Der Deutsche Tierschutzbund wertet jährlich die ihm bekannt gewordenen Fälle illegalen Heimtierhandels aus. Die Auswertung der Fallzahlen des Jahres 2019 sowie einen Ausblick auf die Zahlen für 2020 werden hier von Tier-ärztin Lisa Hoth und ihren Koautoren vorgestellt.

Arbeitende Herdenschutzhunde

Angesichts des stetig steigenden Wolfsdrucks und den zur Verfügung stehenden Fördermitteln werden arbeitende Herdenschutzhunde immer häufiger zum Schutz von Weidetieren gegen Prädatoren eingesetzt. Tierärztin Ulrike Beerkotte gibt einen kritischen Einblick in die Voraus-setzungen und Möglichkeiten des Einsatzes dieser hoch spezialisierten Tiere.

Streunertiere

Bisse von Streunertieren, insbesondere Hunden, sind in den armen, ländlichen Gemeinden Afrikas und Asiens für 99 Prozent der Tollwutinfektionen von Menschen verantwortlich. Somit hat das Thema Streunertiere nicht nur eine Tierschutzrelevanz, es ist auch im Sinne des Schut-zes der öffentlichen Gesundheit wichtig. Im Beitrag von Dr. Theres Manthey wird die Problema-tik erläutert und es werden Lösungsansätze gegeben.

 

Termine 2021

 
3. März Ausschuss für Kleintiere/Heimtiere Videokonferenz



Termine ATF-Fortbildungen/Gemeinschaftsveranstaltungen

Präsenzveranstaltungen

Online-Fortbildungen

 

 

Bleiben Sie gesund!

 

Mit freundlichen Grüßen
Ihre BTK-Geschäftsstelle

 

*Quellen der jeweiligen Artikel sind die angegebenen Links. 

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